Christophe Laporte siegt beim Etoile de Bessèges

Der Etoile de Bessèges endete mit einen Zeitfahren über 10,7 km in Ales. Christophe Laporte verteidigte seine Führung mit dem Zeitfahren. Laporte hatte schon 2018 das Zeitfahren bei der Belgium Baloise Tour gewonnen und so klar gestellt, dass er zu den besten Zeitfahrern seiner Zunft zählt. Natürlich hat er sich auch für die Tour de France weiterempfohlen. Sein Team ist ja schon nominiert und ohne Laporte wird es sicher nicht gehen.
Die drei Bewerber um die restlichen Plätze machten es der ASO mal wieder  so richtig schwer. Natürlich stach der Sieg von Brian Coquard vom Team Vital Concept heraus. Und am vorletzten Tag belegte Coquard auch noch den zweiten Rang in der Gesamtwertung. Aber nach dem Zeitfahren sah das wieder ganz anders aus. Danach hatte Direct Energie  mit Jonathan Hivert die Nase wieder im Wind und Thibault Guernalec vom Team Arkea Samsic lag nur eine Sekunde dahinter. Die Fahrer von Vital Concept fand man unter ferner liefen.
Am Ende werden die Verantwortlichen von der ASO sich mit einem Würfelbecher an einen Tisch setzen müssen und schauen. Vielleicht ringt sich dann der Chef zu einem “ die Würfel sind gefallen“ durch.

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Tour de France 2018

 


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Tour de France 2018 Vorschau

Teams

AG2R La Mondiale (Fra) Astana Pro Team (Kaz) Bahrain – Merida (BRN) BMC Racing Team (USA) Bora – Hansgrohe (Alle) Groupana FDJ (Fra) Lotto Soudal (Bel) Mitchelton- Scott (Aus) Movistar – Team (Esp) Quick-Step Etagen (Bel) Team – Dimension Data (AfS) Team – EF Education First – Drapac P / B Cannondale (USA) Team Katusha – Alpecin (Swi) Team – Lotto NL – Jumbo (PB) Team Sky (GBR) Team – Sunweb (Alle ) Trek – Segafredo (USA) VAE – Team Emirate (VAE) Cofidis (Fra) Direct Energie (Fra) Team – Fortuneo – Samsic (Fra) Wanty – Gobert Group (Bel)

Etappen  <<<<

Richard Virenque wird von Eurosport hinauskomplementiert

Richard Virenque ist der Liebling aller Franzosen. Bei der Tour de France hatte er seinerzeit die Bergwertung dominiert und so jeden Tag Jubelstürme  verursacht. Bis zu jenem berüchtigten Tag, als die Festina Affaire begann und viele Radsportler mit ihren Spritzen auf die Polizeireviere eskortiert wurden. Man sprach davon, dass die heruntergelassenen Hosen jetzt nicht die angenehmste Situation für Richard Virenque waren. Das Ende der Karriere auf der Straße war zwangsläufig, aber nur vor kurzer Dauer. Denn die Franzosen verzeihen gerne; besonders einem Nationalhelden wird gerne vergeben. Wenn er Franzose ist. So wurde Richard Virenque in seinem zweiten Leben Beschützer der Herzen und Eurosport  Kommentator. Natürlich nur für Frankreich, denn in Deutschland denkt mensch ein wenig anders über die Thematik. Zudem sah man ihn sehr häufig mit seiner Herzdelinquentengruppe 2 Stunden vor dem Peloton daherradeln.

60 Prozent weniger hat Eurosport ihm für seine Dienste angeboten. Diese Dienste sollen um die Vuelta  a Espana verkürzt  werden. Richard Virenque kommentiert diese Geste mit den Worten: „Man will mir offensichtlich sagen, ich soll die Tür nehmen.“ 

Nun ist Eurosport ja kein europäischer Sender mehr, seitdem er vom Sponsor seines damaligen Konkurrenten Lance Armstrong, dem Discovery Channel gekauft wurde. Der Discovery Channel verdient sein Geld damit, dass er irgendwelche unbedarfte Menschen nach Alaska schickt und sie Gold suchen oder Bären jagen lässt. Das brachte jedenfalls soviel Geld in die Kasse, um ins europäische Sportgeschäft einzusteigen. Nicht genug anscheinend, um Virenque bezahlen zu können oder zu wollen. Bekannte deutsche Skisprung Kommentatoren mussten vor einigen Jahren ja auch den Hut nehmen, weil die Firmenpolitik das jüngere Publikum ansprechen wollte. Die Sendung hat sich seitdem nicht gerade verbessert, so dass viele wieder auf den öffentlichrechtlichen Rundfunk ausgewichen sind.

Der Fall Virenque könnte auch ein klassisches Eigentor werden, zumal man immer mit der Mentalität der französischen Gelbwesten rechnen muss. Die Franzosen haben da seit dem Sturm auf die Bastille einiges an Tradition aufgebaut und so ein amerikanischer Sender steht nicht unbedingt auf der geliebten Positivseite. Die Sache mit dem Idol Virenque dürfte somit noch nicht endgültig geklärt sein.

Die Strecke des Radrennens Paris-Nizza steht fest

9.1.


Wir waren zwar nach Versailles zur Vorstellung des Rennens eingeladen, aber wie so häufig kommt dann am Ende dann doch etwas dazwischen. Heute jedenfalls wurde in der Nähe des berühmtem Schlosses, das meine Frau nun schon wieder nicht besichtigen konnte, die Rundfahrt fürs Jahr 2019 vorgestellt. Wie immer geht es in 8 Etappen aus dem Großraum Paris nach Nizza auf die Promenade der Engländer. Die Streckenführung ist in soweit ungefähr vorgegeben. Um die Hotels buchen zu können, benötigt man natürlich die Feinheiten. Gut, dass säumige Journalisten direkt von  der ASO einen Newsletter mit allen Einzelheiten zugeschickt bekommen.

Zum Groben: Wir haben acht Etappen und 1206 km zu bewältigen. Reine Rennkilometer, dazwischen gibt es noch einige Überführungstörns. Aber Paris- Nizza ist im allgemeinen ein angenehmer Parcours. Es gibt ein Zeitfahren a 25,5 km. Da es im Süden in der Provence ausgetragen wird, dürften die Jungs nicht mehr so frieren wie letzten Jahr.

Die letzten beiden Etappen werden von Nizza aus gestartet. Die am Samstag führt über 181 km zum Col de Turini. Die am Sonntag endet traditionell auf der Promenade des Anglais. Beide gelten als Königsetappen. In den letzten Jahren ist das Rennen in Sekundenabständen entschieden worden.

Die teilnehmenden Mannschaften

World Tour Teams

AG2R LA MONDIALE

ASTANA PRO TEAM

BAHRAIN – MERIDA

BORA – HANSGROHE

CCC TEAM

DECEUNINCK – QUICK-STEP

EF EDUCATION FIRST

GROUPAMA – FDJ

LOTTO SOUDAL

MOVISTAR TEAM

MITCHELTON – SCOTT

TEAM DIMENSION DATA

TEAM JUMBO-VISMA

TEAM KATUSHA ALPECIN

TEAM SKY

TEAM SUNWEB

TREK-SEGAFREDO

UAE TEAM EMIRATES

Procontinental Teams

COFIDIS, SOLUTIONS CREDITS

DELKO MARSEILLE PROVENCE

DIRECT ENERGIE

TEAM ARKEA – SAMSIC

VITAL CONCEPT – B&B HOTELS

André Greipel hat noch eine Chance auf die Tour de France

Die Tour de France Organisation ASO hat die Teilnehmer für die diesjährige Grand Boucle bekannt gegeben. Bis auf  zwei Teams, die noch mit Wildcards beitreten können, sind alle Teilnehmer benannt. Natürlich haben die World Tour Teams alle eine Startberechtigung. Dazu bekamen Cofidis und Wanty eine Wildcard. Noch können sich zwei Teams Hoffnungen machen. Auch André Greipel`s Team Arkea Samsic hat als französische Mannschaft sicher gute Chancen. Greipel ist in das Team geholt worden, um die Mannschaft in die erste Klasse der Radsportteams zu führen. Eine Tour de France ohne den elfmaligen Etappen Greipel scheint im Moment nicht möglich. Schließlich setzt die ASO ja auf das Spannungspotenzial der Sprints. Der aktuelle noch in der World Tour tätige Rekordhalter ist Mark Cavendish mit 30 Etappensiegen. Er liegt damit 4 Siege hinter dem Kannibalen,  Eddy Merckx zurück. Und sicher ist er noch hungrig genug, diesen Rekord einzustellen. Dagegen haben nicht André Greipel, der seit einiger Zeit kein besonderer Freund vom Manxman ist, sondern sicher auch Marcel Kittel. Der hat sogar noch mehr Siege (14) als Greipel heraus gefahren und sieht sich immer noch stärksten Fahrer dieses Gilde. Mit seinem Alter von dann 31 Jahren ist er im besten Sprinteralter und wird sicher noch versuchen seine Position als deutscher Fahrer mit den meisten Tour Etappen Siegen auszubauen.

Der Vollständigkeit halber hier die Liste der deutschen Etappensieger und ihr Rang unter den besten 200 Fahrern.
Rang 13 Marcel Kittel (14 Siege), Rang 16 Erik Zabel (12), Rang 24 André Greipel (11), Rang 60 Jan Ullrich (7), Rang 91 Didi Thurau (6), Rang 105 Tony Martin (5), Rang 174 Olaf Ludwig (3).
Daneben gibt es noch zahlreiche Deutsche, welche  Tour Etappen gewonnen haben. Ich rede da unter 91anderen Fahrern von Geschke, Degenkolb, Gerdemanns, Wolfshohl, Thaler, Altig, Wüst und Voigt. Sie sind aber nicht mehr unter den besten 200 Fahrern aufgelistet.
Andrè Greipel sollte also bei der Tour dabei sein. Welchen Wert hätte auch ein Sprintsieg ohne seine Teilnahme.


Regenradar 

UCI World Tour Kalender
PCS CyclingRennkalenderalle Rennen 2019

Kurz gemeldet:

20.8. Nikodemus Holler gewinnt die letzte Etappe der Ungarn Rundfahrt

20.8. Peter Sagan fährt die Tour Down Under

Anthony Roux gewinnt die 1. Etappe der Tour de Limousin

Jannik Steimle wird 5. der Ungarn Rundfahrt

15.8. Simon Geschke wechselt nach CCC

14.8. Tony Martin verlässt Katusha Alpecin

Tour de France. Noch zwei Plätze offen und drei Kandidaten

Nacer Bouhanni

Manchmal ist die Teilnahme schwieriger als der Sieg. Nein, wir reden nicht von den Olympischen Spielen, wo alleine die Teilnehmer sich geehrt fühlen dürfen. Nein, wir reden von der Tour de France und vomGeld. Denn die Präsenz bei der Tour ist das Wichtigste im Radsport. Kein anderes Ereignis im Radsport hat den gleichen Werbewert. Eine Nichtteilnahme kommt einer Niederlage gleich. Drei Mannschaften sind noch in der engeren Wahl. Wir reden von Arkea Samsic, Direct Energie und Vital Concept. Drei französische Mannschaften, die ordentlich investiert haben, um sich die Teilnahme zu sichern. Die ASO wollte sich noch nicht entscheiden. Deshalb hat sie die beiden Plätze noch offen gelassen.

Jetzt sollen unter anderen sportliche Gründe entscheiden. Leider ist

André Greipel einer der Betroffenen. Seit er von Lotto Soudal zu Arkea Samsic gewechselt ist, gehört er nicht mehr zur Kategorie der World Tour und damit, falls sein Team ihn nominiert, zu den automatisch qualifizierten Fahrern. Allerdings hat er sich aus diesem Grunde auch für anderes Team entschieden, wo er die erste Geige spielt. Sein ehemaliger Zwilling Marcel Sieberg hat sich für einen anderen Weg entschieden und wieder bei einem World Tour Team angeheuert. Jetzt muss ihn das auch noch nominieren.

Normalerweise hat Direct Energie wegen seiner Tradition bei Tour recht gute Karten. Andererseits weiß man nicht, ob sie mit Arkea Samsic und André Greipel sportlich mithalten können. Daneben hat Vital Concept mit Coquard, Rolland, Vichot und Gautier auch ein Pfund auf seiner Seite.

Es wird auf jeden Fall spannend werden. Eine Entscheidung wird wohl nach Paris-Nice fallen. Da werden wir von der Radsport Journal Tourmann Redaktion am letzten Tag auf der Zielgerade stehen und das Ergebnis live kommentieren. Die Hotels sind schon gebucht.

Max Walscheid holt sich den zweiten Platz bei der 1. Etappe der Santos Tour Down Under

Die Radsport Saison hat begonnen. Traditionell fällt der Auftakt in Australien. Die Tour Down Under ist dann der Startschuss für die World Tour. Normal verkneift man sich den Ausdruck Australien Rundfahrt. Angesichts der Größe des Kontinents ist Rundfahrt auf einen kleinen Fleck im Süden konzentriert, der allerhöchstens die Größe Nord Rhein Westfalens hat. Die siebentägige Rundfahrt, mittlerweile wird das kleine Rennen am Sonntag in Adelaide fest mit dazu gerechnet, hat 906 km.

Den sogenannten Prolog, das Adelaide Classic Race, gewann erwartungsgemäß Caleb Ewan. Er bescherte damit seinem neuen Team Lotto Soudal den ersten World Tour Sieg. Ein guter Start. André Greipel wird es sicher wahrgenommen haben. 

Heute, nach einen Ruhetag ,  waren etwas mehr als die 20 Runden um den Block zu absolvieren.

Die erste Etappe führte von North Adelaide nach Port Adelaide über 1129 km. Die Etappe musste etwas verkürzt werden. Einmal raus aus der Stadt, in die Hügel der Umgebung, dann auf der selben  Strecke wieder zurück in die Stadt. Dort lag das Ziel aber ein wenig versetzt am Hafen. Abwechselung muss sein.

Trotz der Hügel kam es in Adelaide zu einem Sprintfinale. Max Walscheid vom Team Sunweb musste sich nur dem Top Mann von, wie heißen sie jetzt, äh, Deceuninck Quickstep geschlagen geben. Das war natürlich der Italiener Elia Viviani.

Die 4 Ausreißer des Tages wurden kurz vor dem Ziel eingeholt. Caleb Ewan vom Team Lotto Soudal machte sich als Lokalmatador natürlich große Hoffnungen. Doch das Team stand bei der Verfolgung zu lange im starken Gegenwind. Zum Ende hin konnte  es sich nicht mehr formieren und Cadel Ewans musste sich mit einem enttäuschen 26. Platz abfinden.

Den Sprint beherrschten andere . Elia Viviani tat auf den letzten Kilometern so, als hätte er überhaupt nichts mit der Entscheidung des Tages zu schaffen. Auf den letzten Metern zündete er seine Rakete und überließ dem überraschten Max Walscheid den zweiten Platz. Dritter wurde ein anderer Italiener. Jakub Mareczko ist zu CCC in die erste Liga gewechselt und kann nun auf Weltklasseniveau seine Sprinterfähigkeiten demonstrieren. Aber Phil Baushaus, der zum Team Bahrain Merida gewechselt ist, konnte mit seinem 4. Platz überzeugen.

Insgesamt sind 9 deutsche Fahrer in Australien bei der Arbeit.

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Kurz gemeldet:

20.8. Nikodemus Holler gewinnt die letzte Etappe der Ungarn Rundfahrt

20.8. Peter Sagan fährt die Tour Down Under

Anthony Roux gewinnt die 1. Etappe der Tour de Limousin

Jannik Steimle wird 5. der Ungarn Rundfahrt

15.8. Simon Geschke wechselt nach CCC

14.8. Tony Martin verlässt Katusha Alpecin

9.8. 19.35 Emanuel Buchmann wird 2. auf der 6. Etappe der Polen Rundfahrt

Weltreise 2019